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Shell-Erweiterung 7z-Encryption

Klar hat jeder Vernunftbegabte das Unbehagen im Hinterkopf, wenn er unverschlüsselte Dateien in die Cloud stellt, die höchst private oder gar sensible Informationen enthalten. Aber wie es so oft läuft: Es ist im Moment einfach zu lästig und zeitaufwändig, extra ein Verschlüsselungs-Tool anzuwerfen…

So ging’s mir oft genug. Jetzt habe ich mal ein paar Stunden geopfert und eine technisch simple, trotzdem komfortable und einfache Lösung gebastelt. Sie basiert auf dem Open-Source-Packer 7-Zip, der eine sichere Verschlüsselung bietet, sofern das Kennwort ausreichend lang und komplex ist. Das Ergebnis liegt hier:
Für Windows: 7zEnc-Windows
Für Ubuntu: 7zEnc-Ubuntu
Für Linux Mint: 7zEnc-Mint

Zum Einsatz unter Windows:

  • Zip-Archiv entpacken
  • Den Ordner 7zEnc an einen beliebigen Ort verschieben, wo er dann dauerhaft bleibt
  • Die Datei 7zEnc_Register_[Als_Administrator].cmd starten (mit der Option „Als Administrator ausführen“)
  • Die Datei 7zEnc.cmd öffnen und das von mir voreingestellte Standardpasswort „linuX*Welt_2Ol5-05/HA“ zweimal ändern (also an beiden Stellen). Es darf auch länger werden. Das Längenlimit des 7-Zip-Kennworts ist mir nicht bekannt und war nicht zu recherchieren. Mein eigenes Kennwort hat derzeit 32 Zeichen. Länge und Komplexität sind deshalb kein Problem, weil Sie das Kennwort nicht manuell eingeben müssen.
  • Im Explorer steht nun nach Rechtsklick auf Ordner und Dateien das zusätzliche Kontextmenü „7z-Encryption“ bereit. Verschlüsselte Dateien erhalten die künstliche Extension 7zEnc. Daran erkennt die Shell-Erweiterung, wenn es Daten auspacken soll.

Sie haben 7-Zip sowieso an Bord?
Auch dann können Sie den oben beschriebenen Weg gehen. Nötig ist das aber nicht:
Es genügt, die beiden Batchdateien 7zEnc.cmd und 7zEnc_Register_[Als_Administrator].cmd in das Programmverzeichnis von 7-Zip zu kopieren. Dort laden Sie dann die Batchdatei 7zEnc_Register_[Als_Administrator].cmd und setzen das eigene Kennwort in die 7zEnc.cmd ein…

Das kleine Tool ist unter Windows 7 und 8 explizit getestet und dort seit Jahren erfolgreich im Einsatz. Es gibt aber keinen plausiblen Grund, warum es unter XP und Vista nicht laufen sollte.

Zum Einsatz unter Ubuntu:
Installieren Sie zunächst, sofern noch nicht geschehen, den 7Zip-Packer sowie das Tool Nautilus-Actions. Bei letzterem handelt es sich um ein Konfigurationswerkzeug für den Ubuntu-Dateimanager Nautilus:
sudo apt-get install p7zip-full
sudo apt-get install nautilus-actions
Starten Sie dann das Nautilus-Actions Configuration Tool über das Dash (Super- oder Windows-Taste). Es findet sich dort als „Einstellungen für Nautilus-Aktionen“. Über „Werkzeuge -> Importassistent“ lesen Sie dann die beiden Dateien mit der Endung .desktop, die Sie über den oben genannten Download erhalten. Klicken Sie dann auf den „Speichern“-Button in der Werkzeugliste oben links.
Der Dateimanager Nautilus zeigt nun nach Rechtsklick auf ein Dateiobjekt (Datei oder Verzeichnis) den neuen Eintrag „7z-Verschlüsseln“. Damit wird das Objekt automatisch im aktuellen Ordner mit dem Standardpasswort verschlüsselt, eingepackt und mit der Endung „.7zEnc“ versehen. Umgekehrt erkennt Nautilus gepackte Archive an der künstlichen Extension „7zEnc“ und entpackt sie mit dem Kontextmenü „7z-Entschlüsseln“ im aktuellen Verzeichnis. Ob die beiden neuen Kontexteinträge unter Nautilus separat auftauchen, können Sie in Nautilus-Actions über das Menü „Bearbeiten -> Einstellungen -> Laufzeiteinstellungen -> Nautilus-Menüanordnung“ steuern..
Wie unter Windows müssen Sie das voreingestellte Passwort durch ein persönliches ersetzen. Gehen Sie dazu in Nautilus-Actions auf die Registerkarte „Befehl“ und schreiben Sie nach „-p“ Ihr Wunschkennwort. Es muss wie das vorgegebene in einfachen Anführungszeichen stehen und für beide Einträge genau identisch sein.

Zum Einsatz unter Linux Mint:
Falls noch nicht geschehen, installieren Sie wie unter Ubuntu beschrieben den 7z-Packer nach. Der Standard-Dateimanager Nemo unter Mint braucht dann keine weitere externe Hilfe. Es genügt, unter /home/[user]/.local/share/nemo/actions einige Scripts zu hinterlegen. Falls dieser Ordner noch nicht existiert, legen Sie ihn einfach manuell an. Für die zusätzlichen benutzerdefinierten Kontextmenüs benötigen Sie jeweils eine Datei mit der Endung .nemo_action und für unseren Fall noch zwei winzige Shell-Scripts. Alle vier Dateien erhalten Sie über den oben genannten Download. Kopieren Sie diese einfach nach ~/.local/share/nemo/actions. Damit ist die bequeme Verschlüsselung sofort einsatzbereit.
Unter Mint gilt wie schon für Windows und Ubuntu angesprochen: Sie müssen unser vorgegebenes Passwort durch ein persönliches ersetzen. In diesem Fall geschieht dies in den beiden Shell-Scripts 7z-Entschlüsseln.sh und 7z-Verschlüsseln.sh.

Wenn Sie mehrere PCs und Notebooks verwenden, richten Sie die 7z-Verschlüsselung zum bequemen Datenaustausch auf allen Geräten mit identischen Kennwort ein. Sollten Sie irgendwann die Notwendigkeit sehen, das Kennwort zu ändern, muss dies auf allen Geräten erfolgen. Außerdem müssen Sie alle bereits verschlüsselten Archive zunächst mit dem alten Kennwort auspacken.

Alle Tasks der Systemsteuerung (‚God-Mode‘)

Unter Windows Vista, Windows 7 und Windows 8 lässt sich die Kategorisierung der Systemsteuerung auflösen. Dazu reicht es im Prinzip schon, im Suchfeld rechts oben einen beliebigen einzelnen Buchstaben einzugeben. Danach listet die Systemsteuerung sofort alle Einzel-Tasks auf, deren Name diesen Buchstaben enthält – nach einem häufigen Buchstaben wie „e“ folglich so gut wie alle…
Datenbasis dieser Suche sind „All Tasks“, die in der Registry mit der ClassID HKEY_CLASSES_ROOT\CLSID\{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C} eingetragen sind. Um also die Systemsteuerung sofort mit allen vorhandenen Einträgen zu starten, genügt in der Explorer-Adresszeile der Shell-Befehl:

shell:::{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Dasselbe leistet ein Ordner mit beliebigem Namen und der Extension .{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}, also etwa „Alles.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}“.
Dieser Aufruf ist als ‚God-Mode‘ bekannt geworden. Unter Windows 8 liefert diese Komplettliste 267 Einzelfunktionen.

Systemsteuerung mit allen Einzeltasks (God-Mode)

Wmic (WMI-Console)

Windows-Systeme verstreuen zahllose Diagnose-Tools, Info-Programme und Bearbeitungswerkzeuge quer übers System. Es fehlt eine globale Zentrale mit allen Zugriffsmöglichkeiten. Lediglich die WMI (Windows Management Instrumentation) verspricht solche Fähigkeiten. Um diese nutzen können, ist normaler Weise Programmierung oder zumindest Scripting. Eine interaktive Alternative bietet jedes Windows-System zusätzlich mit der WMI-Konsole Wmic.exe. Die folgenden Beispiele zeigen einige Möglichkeiten der Wmic und der WMI insgesamt.

Wmic-Abfragen sind auf zwei Wegen möglich: Zum einen sowohl nach Aufruf von „wmic.exe“ am Wmic-eigenen Prompt „wmic:root\cli“, zum anderen von außen, zum Beispiel in einer Verknüpfung, durch jeweiliges Voranstellen von „wmic“. Der Befehl „wmic startup list“ produziert also das gleiche Ergebnis wie der Aufruf „wmic“ und der nachfolgende Befehl „startup list“. In beiden Fällen bewirkt das die Anzeige aller Autostarts aus der Registry und dem Autostart-Ordner.

„Wmic -?“: Eine erste Übersicht
Nach den globalen Parametern erscheinen die sogenannten Aliases – Kurznamen zur einfacheren Verwendung von insgesamt 71 Win32-Klassen. So steht etwa das Alias „process“ für „Win32_Process“.
Was Sie nun mit der einzelnen Klasse tatsächlich anfangen können, ergibt der nächste Schritt – weiter am Beispiel von „Process“:
wmic process -?
Die Konsole zeigt nun unter anderem die Optionen „Get“ und „List“ zur Info-Abfrage. Diese beiden Befehle stehen für sämtliche Klassen zur Verfügung. Welche Eigenschaften Sie damit für die jeweilige Klasse abfragen können, erfahren Sie wiederum mit
wmic process get -?
In diesem Fall sind es satte 40 Eigenschaften, die Sie einzeln oder komplett abfragen können.

Auflistung der vorhandenen Treiber…
wmic sysdriver get name

wmic process list -?
Das Verb „List“ ist zur Ausgabe von Systeminfos im Prinzip gleichwertig mit „Get“. „Get“ ist das präzisere Instrument, um einzelne Eigenschaften anzusprechen. „List“ ist oft bequemer: Es bietet eine bereits vorgegebene Auswahl von Eigenschaften. Welche Listen es für welche Klassen gibt, zeigt „wmic list -?

Auflistung der vorhandenen Treiber – mit „Get“ oder „List“
wmic sysdriver list instance
wmic sysdriver get name
„list instance“ ist in diesem Fall gleichbedeutend mit „get name“:

wmic process list brief
wmic process get ThreadCount,HandleCount,Name,Priority,ProcessId,WorkingSetSize
Auch diese beiden Befehle liefern dasselbe Resultat.

Formatierung: Bunt oder DOS-like
Wmic besitzt einige Optionen, die Informationen optisch ansprechend darzustellen. Die einfachste Möglichkeit, das oft überbreite Tabellenformat von „Get“ anders darzustellen, ist der Schalter „…get /value“. Vergleichen Sie die Ausgabe etwa von „wmic os get“ und „wmic os get /value“. Die erste Variante ist für die direkte Bildschirmdarstellung praktisch untauglich, die zweite gut lesbar.

wmic os get /format:hform > os.HTM
wmic qfe get caption,description,HotFixID,InstalledOn,ServicePackInEffect
/format:htable > patches.htm

oder:

wmic /output:os.htm os get /format:hform
wmic /output:patches.htm qfe get caption,description,HotFixID,InstalledOn,
ServicePackInEffect /format:hform

Os.htm liefert eine übersichtliche, farbig formatierte HTML-Tabelle zu allen wesentlichen Betriebssystem-Parametern (OS).
Patches.htm liefert die Übersicht der installierten Update.
Die Listen sind danach mit dem Standard-Browser bequem zu sichten.

Sie können die Infos mehrerer Klassen auch in einer Datei sammeln, indem Sie die Append-Umleitung „>>“ verwenden oder den Wmic-eigenen Parameter „wmic /append:…“. Als Ausgabeziel akzeptiert Wmic sowohl bei „/append“ als auch bei „/output“ neben einer Datei auch die Zwischenablage („wmic /output:clipboard …“).

Formatierter Output der WMIC (WMI-Console)

Sortierung mit Sortby

Sofern Sie das Ausgabeformat „Htable“ verwenden, haben Sie die zusätzliche Option, eine Tabelle nach einer bestimmten Spalte zu sortieren:

wmic sysdriver get name,pathname,startmode /format:htable:"sortby=StartMode" > drv.htm

Die „Sortby“-Option ist entgegen der sonstigen Wmic-Syntax case-sensitiv. Die Schreibweise „startmode“ im Beispiel würde daher scheitern.

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Weitere Beispiele:

Mit dem Windows-Installer installierte Produkte auflisten:
wmic product get *
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Software-Features auflisten (detaillierter als „Product“):
wmic softwarefeature get*
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Software-Elemente auflisten (detaillierter als „Softwarefeature“):
wmic softwareelement get *
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Hotfixes und Updates auflisten mit dem Alias „QFE“
wmic qfe list
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Systemwiederherstellung konfigurieren
wmic recoveros set OverwriteExistingDebugFile = 0
wmic recoveros set SendAdminAlert = False
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Drei Eigenschaften des Alias „Logicaldisk“ auswählen:
wmic logicaldisk get name,volumename,filesystem
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Auflistung einiger Eigenschaften der aktuellen Prozesse mit vordefiniertem „list brief“ ­ im Ergebnis ähnlich dem Taskmanager:
wmic process list brief
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Mit „Get“ manuell ausgewählte Eigenschaften der aktuellen Priozesse – wieder ähnlich dem Taskmanager und identisch mit „list brief“:
wmic process get ThreadCount,HandleCount,Name, Priority,ProcessId, WorkingSetSize
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Vier wesentliche Eigenschaften der Systemdienste anzeigen:
Wmic service get caption, name, startmode, state
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„Get“ und „Get /Value“: Breites Tabellenformat und simple Auflistung mit /Value, hier am Beispiel der User-Konten:
wmic useraccount get
wmic useraccount get /value
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Alle Eigenschaften der Klasse „Win32_OperatingSystem“ (=Alias „os“) in HTML-Ausgabe umleiten (OS.HTM anschließend per Doppelklick laden):
wmic os get /format:hform > os.HTM
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Alle Eigenschaften der Klasse „Win32_OperatingSystem“ (=Alias „os“) und HTML-Ausgabe – wie letzter Befehl, nur mit anderer Syntax:
wmic /output:os.HTM os get /format:hform
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Drei Eigenschaften der Systemtreiber mit HTML-Ausgabe
Die Sortierung nach einer bestimmten Spalte mit „Sortby“ funktioniert nur mit dem breiten HTable-Format:
wmic sysdriver get name,pathname,startmode /format:htable:"sortby=StartMode" > drv.htm
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Drei Eigenschaften der Systemtreiber, wieder mit Sortierung, hier aber mit dem simplen CMD-Filter Sort.EXE:
wmic sysdriver get name,pathname,startmode | sort /+63
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Wmic-Ausgabe in die Zwischenablage leiten (hier Bios-Informationen):
wmic /output:clipboard bios list full
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Instanzen von „LogicalDisk“ auf Festplatten (Typ 3) einschränken:
wmic logicaldisk where "drivetype=3" get name,freespace,SystemName,FileSystem,Size,VolumeSerialNumber
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Set-Befehl für Registry-Größe:
wmic registry set proposedsize=20
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Create-Befehl für eine globale Systemvariable (mit dem Namen ‚ZB‘, Wert ‚1‘):
wmic environment create name=“ZB“, username=““,variablevalue= „1“
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Methode des Alias „Logicaldisk“, um automatisches Checkdisk zu deaktiveren:
wmic logicaldisk call ExcludeFromAutochk "E:"
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Methode des Alias „Process“, um einen neuen Task zu erstellen:
wmic process call create "notepad.exe"
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„Create“-Methode des Alias „Process“ lädt den ausführbaren Code eines NTFS-Streams.
Das Beispiel geht der Kürze halber davon aus, dass sich Calc.EXE im aktuellen Verzeichnis befindet:
type calc.exe > dummy.txt:calc
wmic process call create "dummy.txt:calc"

Funktioniert wahrscheinlich nur unter älterem XP.
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Einfache Where-Filter
Das Filtern der Instanzen geschieht immer mit dem Schlüsselwort „Where“ unmittelbar nach dem Klassennamen. Die wenigsten Syntaxprobleme sind zu erwarten, wenn Sie die Filterklausel immer in doppelte, eventuelle String-Eigenschaften in einfache Anführungszeichen setzen:
Mit nachfolgendem Befehl werden aus allen Instanzen der Klasse „Process“ jene mit dem Namen „Iexplore.exe“ ausgefiltert und mit der „Terminate“-Methode beendet:
wmic process where "name='iexplore.exe'" call terminate

Einfacher Where-Filter: Von den Systemdiensten nur Eigenschaften der aktuell gestarteten Dienste auflisten:
wmic service where (state="running") get caption, name, startmode, state

Where-Filter mit logischem „UND“:
wmic datafile where "drive='c:' and extension='JPG' and filesize

Beispiel für eine-Methode, die zwingend (irgend) einen Where-Filter voraussetzt:
wmic process where "status='ok'" call shutdown

Process-Filter mit dem „Like“-Operator:
wmic process where "name like '%xplore%'" call terminate

Where-Filter mit dem „Like“-Operator (nur damit lassen sich alle Unterverzeichnisse beim Alias „Datafile“ anprechen):
wmic datafile where "drive='d:' and path like '%backup%'" call compress

Methode „SetPriority“:
wmic process where "name='winword.exe'" call setpriority 64
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Der Einsatz weiterer Klassen jenseits der vordefinierten Aliases:
Die in den 71 als Alias vorgegebenen Klassen in Wmic sind nicht alles: Wmic kann unabhängig der vordefinierten Aliases jede weitere der mehr als 2000 Win32-Klassen ansprechen. Dies geschieht statt wie mit „wmic “ mit

wmic path ...
Die restliche Syntax ist wie bei den vorgegebenen Alias-Aufrufen: -etwa:
wmic path Win32_ServerConnection get computername,numberoffiles,username
wmic path Win32_Currenttime get /value
wmic path Win32_CodecFile get name,filename,description

Eine Übersicht der vordefinierten Aliases und ein Kozlovs WMI-Explorer zum Durchsuchen der zahlreichen WMI-Klassen finden Sie hier.
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Weitere Beispiele und Optionen

„Get“ oder „List“ in Kombination mit dem Schalter „/Every“ – die Aktion erfolgt dann im angegebenen Sekundenintervall:

wmic cpu get loadpercentage /every:3
wmic os get FreePhysicalMemory /every:30
wmic /append:connect.htm path win32_sessionconnection get /Format:hform /every:30

Das folgende, komplexere Aufrufbeispiel kombiniert folgende Aktionen:

  • Append-Ausgabe (Anhängen an bestehende Datei)
  • Where-Filter
  • Auswahl zweier Eigenschaften mit „Get“
  • Wiederholen mit /Every
  • Formatwahl HTML

wmic /append:"c:\wmic.htm" process where "WorkingSetSize > 20000000" get name,workingsetsize /every:10 /format:htable
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Einfache Logon-Aufzeichnung:
wmic netlogin get name,numberoflogons
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Direkte Wmic-Auswertung auf Batch-Ebene oder Kommandozeile:
for /F "delims== tokens=1" %n in ('wmic os get serialnumber') do set sn=%n
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Umwandlung des Wmic-Outputs in Ascii (mit Type, Sort oder Find):
wmic nicconfig get /value | type > nic.txt
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Autostart-Check (umfasst Autostart-Ordner und Registry-Schlüssel „Run“):
wmic startup get /value
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Eigenschaften der Netzwerkkarte auslesen
wmic nicconfig where index=1 get /value
wmic nic get index,name
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Der /Node-Schalter
/Node: führt Wmic-Befehle auf anderen PCs aus. Die Syntax ab dem Alias (oder der „Path“ angegebenen Klasse) ist identisch mit der lokalen Anwendung von Wmic:
wmic /node: /user: /password:[Kennwort] [Befehl]
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Shutdown-Varianten: Neustart
wmic os where "status='ok'" call reboot

Shutdown-Varianten: PC abschalten
wmic os where "status='ok'" call shutdown

Shutdown-Varianten: User abmelden
wmic os where "status='ok'" call Win32Shutdown 0

Shutdown-Varianten: Herunterfahren
wmic os where "status='ok'" call Win32Shutdown 1

Shutdown-Varianten: Neustart
wmic os where "status='ok'" call Win32Shutdown 2

Shutdown-Varianten: Herunterfahren erzwingen
wmic os where "status='ok'" call Win32Shutdown 4

Shutdown-Varianten: PC abschalten
wmic os where "status='ok'" call Win32Shutdown 8

Windows-Suche für Profis

Die Windows-Suche kann Dateien sammeln und das Ergebnis als „Gespeicherte Suche“ quasi als virtuellen Ordner ablegen. Die Anwendungsmöglichkeiten für Datendateien wie für Systemfunktionen sind unerschöpflich. Als Anregung für eigene Phantasie soll ein einziges Beispiel dienen. Es sammelt alle MSC-Dateien (Management-Konsolen), CPL-Dateien (Systemsteuerungsapplets) und Systemprop-Files zusammen und produziert im Ergebnis eine Art Superzentrale für die Windows-Konfiguration.
Gehen Sie mit dem Explorer zum Ordner %windir%\System32. Im Suchfeld des Explorers (rechts oben) geben Sie dann auf deutschem Windows folgendes Suchkommando ein:

(erweiterung:(cpl OR msc) OR name:systemproperties*.exe) ordnername:NOT en-us NOT de-de

Der vordere Teil in der Klammer ist weitgehend selbsterklärend. Der Rest filtert noch einige MUI-Dubletten der Unterordner \de-de und \en-us weg.
Das Ergebnis der Suche sieht dann wie folgt aus:

Virtueller Ordner nach komplexer Suche im Windows-Explorer

Die Syntax haben Sie morgen wieder vergessen. Deshalb sollten Sie einen gelungenen Filter mit „Suche speichern“ dauerhaft ablegen. Dann können Sie nicht nur den Filter per Klick auslösen, sondern außerdem in der XML-Datei mit der Endung .search-ms unter %userprofile%\Searches jederzeit die Suchsyntax nachschlagen.

KDE Neon User Edition

Die aus England stammende KDE Neon User Edition bietet auf Ubuntu-Basis einen immer hochaktuellen KDE-Plasma-Desktops – in diesem Fall KDE Plasma 5.14.5. Im Unterschied zum bekannteren und nicht weit entfernten Kubuntu steht hier KDE absolut im Fokus. Die Desktop-Komponenten erhalten laufende Updates, während die Ubuntu-Systembasis beim erprobten Stand der 18.04-LTS-Ausgabe bleibt.

Die delikate, neueste KDE-Plasma-Oberfläche ist per se eine Bedienerführung für Feinschmecker und mit ihrer Flexibilität ein Gegenentwurf zum simplifizierenden Gnome und seiner Abkömmlinge.  KDE Neon User Edition spricht daher in erster Linie anspruchsvolle Nutzer an: Die Anpassungsmöglichkeiten der Kontrollleiste(n), der Desktop-Designs, der Plasma-Widgets und der exzellenten KDE-Standards wie des Dateimanager Dolphin dürften Einsteiger überfordern, Systembastler hingegen begeistern. Nichtsdestotrotz liefert diese Distribution ab Installation einen eleganten, modernen Desktop mit klassischem Menü und Dateiablage, mit dem auch ein Windows-Umsteiger klarkommt. Zudem hat das ehemals sehr anspruchsvolle KDE seinen Ressourcenhunger gezähmt und fordert heute weniger RAM als ein Gnome oder Cinnamon.

KDE Neon nutzt zur Einrichtung aus dem Livesystem den bewährten Ubuntu-Installer, wenngleich dieser optisch angepasst wurde und daher deutlich anders aussieht. Die Software-Nachrüstung erfolgt über die exzellente Programmverwaltung Discover oder mit apt get install […] im Terminal. Alle Anpassungsoptionen versammeln die „Systemeinstellungen“, während Leistenänderungen und Desktop-Widgets direkt am Objekt über Kontextmenüs erfolgen.

Delikates KDE Neon für Ästheten: Schicke, dezente Effekte, kontrastreiche Designs, logisch organisierte Systemzentralen und reiche Anpassungsdetails sprechen vor allem Poweruser an.

Windows: Tipps und Grundlagen

Windows-Bootablauf

https://apfelböck.de/windows-bootvorgang-7-8-10/

Windows Lifecycle

https://apfelböck.de/windows-lifecycle/

Windows-Powershell

https://apfelböck.de/windows-powershell/

Kommandozeilen-Tools

https://apfelböck.de/kommandozeilentools/

Grundlagen zu Programmen und Prozessen

https://apfelböck.de/programme-prozesse-threads/

Windows-Dienste

https://apfelböck.de/windows-dienste-internal-names/

Netzwerk-Tools

https://apfelböck.de/netzwerk-tools-lan-und-web/

Benutzerkontensteuerung (UAC)

https://apfelböck.de/benutzerkontensteuerung-uac/

Der Ordner winsxs

https://apfelböck.de/der-ordner-winsxs/

Storage Pools

https://apfelböck.de/storage-pools-festplattenverbund/

Wmic-Konsole

https://apfelböck.de/wmic-wmi-console/

Rundll32 (Hilfsprogramm)

https://apfelböck.de/rundll32-hilfsprogramm/

Windows 10 IoT Core auf Raspberry

https://apfelböck.de/windows-10-iot-core-auf-raspberry/


Kleine Praxis-Tipps

Windows-Suche für Profis

https://apfelböck.de/windows-suche-fuer-profis/

‚God-Mode‘ (Systemsteuerung)

https://apfelböck.de/alle-tasks-der-systemsteuerung-god-mode/

USB-Policies

https://apfelböck.de/usb-policies/

Windows-Class-IDs

https://apfelböck.de/windows-class-ids/

Interne CMD-Kommandos

https://apfelböck.de/interne-cmd-kommandos/

Control.exe und „Canonical“ Names

https://apfelböck.de/control-exe-und-canonical-names/

Windows to go

https://apfelböck.de/windows-8-windows-to-go-auf-usb/

Icons für Laufwerke

https://apfelböck.de/icons-fuer-laufwerke/

Datenträgerbereinigung

https://apfelböck.de/datentraegerbereinigung-cleanmgr/

Portable Suite

https://apfelböck.de/portable-suite/